FONDS professionell Österreich, Ausgabe 1/2023

Für welche Zielgruppe sind die neuen Port- folios gedacht: Retail oder Private Banking? Morales Albiñana-Rosner: Die Produkte sind für beide Segmente offen. Allerdings wer- den nicht alle onemarkets-Fonds im Retail aktiv angeboten, wo ja die Produktpalette fokussierter ist. Welche der bisher sieben Portfolios wer- den im Retail angeboten? Morales Albiñana-Rosner: Im Retail kommt in der aktiven Beratung der onemarkets Amundi Climate Fokus Equity zusätzlich zur bisherigen Palette zum Einsatz. Und natürlich kann man als Selbstentscheider über das Depot auf alle Fonds zugreifen. Also vorerst hauptsächlich ein Private-Ban- king-Produkt … Morales Albiñana-Rosner: Das liegt an den Themen der bisherigen onemarkets-Fonds. Das Private Banking hat einfach mehr Produkte in der aktiven Beratung. Hinter onemarkets steht aber kein Private-Ban- king-Gedanke. Wenn Assetklassen dazu- kommen, die für Retail relevant sind, dann wird das auch da beraten.Das ist ein leben- des Konzept. Wann kommen neue Fonds dazu, und wann wird es mehr im Retail geben? Weingarts: Die onemarkets-Fondspalette ist jetzt mit sieben Portfolios gestartet. Sie soll kontinuierlich ummehrere Fonds pro Jahr in unterschiedlichen Assetklassen weiter- entwickelt werden. Und möglicherweise holen wir weitere Partner dazu. Im Retail ist Amundi Ihr Hauptpartner. Im Private Banking gibt es die Preferred Part- ners. Wird sich daran durch die one- markets-Schiene etwas ändern? Morales Albiñana-Rosner: Das sind unsere strategischen Partner, da gibt es keine Änderungen. Onemarkets gibt’s ja schon lang als Zertifi- kateanbieter. Mit „onemarkets Fund“ soll daraus eine Unicredit-weite Investment- plattform werden. Könnte da eine interna- tionale Fondsgesellschaft entstehen, die in die Lücke stößt, die nach dem Verkauf von Pioneer Investments entstanden ist? Weingarts: Onemarkets Fund ist entstanden, um eine Marke zu etablieren, die mit Managern Investmentideen der Unicredit umsetzt. Diese neue Art des Fondsmanage- ments wird sich weiterentwickeln. Also könnte es da bald eine KAG mit eige- nen Fondsmanagern geben? Weingarts: Wir haben bereits mehrere KAGen auch mit Fondsmanagern. Wie sich das Modell genau weiterentwickelt, kann ich heute noch nicht sagen. Die Fonds werden vorerst in Italien sowie bei den Töchtern in Deutschland (HVB) und Österreich (Bank Austria) verkauft. Wann folgen die restlichen Unicredit-Märkte? Morales Albiñana-Rosner: Eine Erweiterung des Angebots in anderen Ländern, in denen die Unicredit vertreten ist, soll rasch umgesetzt werden. Frau Morales Albiñana-Rosner, Sie sind im Vorstand der Unicredit Bank Austria auch für Private Banking zuständig. Vor Jahren gab es den Plan, sehr vermögende Perso- nen in der zugehörigen Schoellerbank zu betreuen. Viele wollten aber nicht wech- seln. Wie hat sich die Situation eingespielt? Morales Albiñana-Rosner: Wir halten an der Zwei-Marken-Strategie fest. Ja, die Schoel- lerbank hat einen Schwerpunkt auf dem Wealth Management. Wir sehen aber, dass » Das sind unsere strategischen Partner, da gibt es keine Änderungen. « Marion Morales Albiñana-Rosner, Unicredit Bank Austria KURZ-VITA: Marion Morales Albiñana-Rosner Seit 1. April 2022 Vorstandsmitglied für Wealth Management & Private Banking der Unicredit Bank Austria. Morales Albiñana-Rosner startete 1999 ihre Karriere in der Bank. Ab 2005 war sie zuständig für die Produktstrategie im Veranla- gungsbereich und hatte später etliche Leitungsfunktionen in Segmenten wie Private Banking und Retail. Vor ihrer Ernen- nung zur Vorständin war sie Head of Products & Service und Head of Customer Value Management in der Division Retail. FOTO: © GÜNTER MENZL BANK & FONDS Marion Morales + Frank Weingarts | Bank Austria 254 fondsprofessionell.at 1/2023

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